SPD Hoyerswerda
 

Nachgedacht - von Tom H. Seidelt

Allgemein

“Wir wollen einen Neuanfang“ - so schallt es einmütig aus dem Willy-Brandt-Haus. Doch wie lässt sich dieser Restart gestalten? Definitiv mit dem neuen Generalsekretär Lars Klingbeil, auch mit der neuen Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles - aber nicht mit Martin Schulz als Parteichef. Dabei sehe ich die verheerenden Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in NRW sowie die desaströse Bundestagswahl als nebensächlich an. Tatsächlich ist “der Martin“ der Inbegriff des Politikers, den keiner braucht: unentschlossen, farblos, sogar lügend! Braucht das sinkende Schiff SPD einen unglaubwürdigen Buchhändler, der erst acht Wochen lang die GroKo mit der Union kategorisch ausschließt - und nach EINEM Gespräch beim Bundespräsidenten alles über Bord wirft? Braucht die untergehende Volkspartei einen jammernden Kranzkopf, bei dem sich selbst die eigenen Abgeordneten fragen, welche Ziele er noch verfolgt? Braucht die kriselnde deutsche Sozialdemokratie einen Mann, dem man das Verliererimage mittlerweile auf zehn Meter Entfernung ansieht? Nein, so einen Boss braucht niemand. Es ist Zeit für einen echten Neuanfang.